| GOSBERT ADLER - AUTOS UND FAHRER - VERNISSAGE ERÖFFNUNG FR. 1. FEBRUAR 2008, 19.00 UHR
01.02.08 - 10.05.08
zone B
Brunnenstraße 149 (U8, Bernauer Str.)
10115 Berlin
Deutschland
KNUT WOLFGANG MARON-DORN
Mobil: 0170.4630953
MARC GRÜMMERT
Mobil: 0173.5914750
ÖFFNUNGSZEITEN
Sa. 11 - 18.00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
Seit nunmehr drei Jahren beschäftigt sich Gosbert Adler mit dem komplexen Thema Auto, Mobilität und Gesellschaft.
In der Ausstellung werden mehrere Werkgruppen erstmals aufeinander bezogen vorgestellt.
Kleinformatige Fotografien zeigen Einblicke in den privaten Innenraum parkender Autos. In den Interieurs ist der Fokus auf die Schichtungen privater Räume gelenkt, die sich durch die Spiegelungen in den Scheiben mit der Aussenwelt verbinden.
Die Portraits der Fahrer suggerieren eine Intimität von Menschen in ihrer privaten Umgebung. In sich versunken, voll konzentriert, entspannt, geborgen in der einsehbaren Fahrgastzelle, erscheint der Fahrer wie in einer durchlässigen Membran zur Aussenwelt.
Aufnahmen von Verformungen, Beulen und gut gemeinten Reparaturversuchen sind Zeichen einer verletzten Aussenhülle. In den plastischen Deformationen zeigt Gosbert Adler eine Wandlung vom Design zum skulpturalen Objekt.
Diese auf Auto und Fahrer zentrierten Bildwelten werden mit Aussenwelten vernetzt. Ein teilbetoniertes, ausgetrocknetes Flussbett, dunkle Essensreste, zwei gläserne Halbkugeln bilden Teile dieser Aussenwelt. Die unterschiedlichsten Techniken, Formate und Materialitäten werden in der Ausstellung zu einem verwobenen System.
Gosbert Adler wurde 1956 in Essen geboren und lebt seit 1981 in Berlin. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, u.a. dem Museum Folkwang Essen, dem Museum Of Modern Art, New York, Berlinische Galerie, Sprengel Museum Hannover. Er erhielt u.a. das Stipendium für Zeitgenössische Deutsche Fotografie der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung, das Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfond, das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen und den Werner Mantz Preis für Fotografie, Maastricht. Von 2002 bis 2007 war er Professor im Fachbereich Bildende Kunst an der FH Hannover und seit 2007 ist er Professor für Fotografie an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.

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